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Berufstätige · Englisch im Beruf

Englisch in der Hotellerie-Ausbildung: Üben für den Arbeitsalltag

Üben Sie kurze Abläufe mit wechselnden Gästewünschen: verstehen, nachfragen, eine bestätigte Information geben und den nächsten Schritt erklären. Verwenden Sie dafür die tatsächlichen Regeln Ihres Ausbildungsbetriebs und erfundene Buchungsdaten.

Den betrieblichen Ausbildungsplan als Ausgangspunkt nutzen

Englisch im Hotel besteht nicht nur aus einer freundlichen Begrüßung. Je nach Einsatzbereich müssen Sie eine Buchungsfrage verstehen, eine Information an eine andere Abteilung weitergeben oder einen Gast an die zuständige Person vermitteln. Die Bergische IHK beschreibt solche unterschiedlichen Arbeitsbereiche, darunter Empfang, Reservierung, Service und Gästekorrespondenz. Wählen Sie Ihre Sprachübungen passend zu dem Bereich, in dem Sie gerade lernen.

Das BIBB veröffentlicht eine Umsetzungshilfe für Hotelfachleute und Kaufleute für Hotelmanagement. Nutzen Sie sie gemeinsam mit Ausbildenden zur fachlichen Orientierung. Dieser Leitfaden legt keine Prüfungsvorgaben fest. Welche Aufgaben Sie im Betrieb übernehmen und welche Anforderungen für Ihren Ausbildungsgang gelten, klären Sie mit Ausbildungsverantwortlichen, Berufsschule und zuständiger Kammer.

Erstellen Sie eine Liste von fünf Gesprächen, die Sie regelmäßig hören. Schreiben Sie daneben, was Sie schon selbst sagen können und wann Sie Unterstützung brauchen. Ein enges Ziel wie „eine Rückfrage zur Anreisezeit sicher stellen“ lässt sich besser üben als „Hotelenglisch verbessern“. Nach einer gelungenen Woche wählen Sie die nächste Aufgabe aus Ihrer Liste.

Am Empfang Informationen in kleinen Schritten bestätigen

Für die Sprachübung erfinden Sie eine Reservierung mit Namen, Anreise, Abreise und einer offenen Frage. Begrüßen Sie den Gast, erklären Sie kurz Ihren nächsten Schritt und bestätigen Sie nur Informationen, die in der Übungskarte stehen. Ein möglicher Satz lautet: „Let me check the details of your reservation.“ Danach folgt eine konkrete Frage statt einer langen Folge auswendig gelernter Sätze.

Bei Zahlen und Namen lohnt sich gezielte Wiederholung. Üben Sie dreizehn und dreißig, fünfzehn und fünfzig sowie die Buchstabierung erfundener Namen. Lassen Sie die andere Person absichtlich eine Zahl korrigieren. Ihr Ziel ist, die Korrektur aufzunehmen und die gültige Information nochmals verständlich zu sagen. Ein schneller Dialog mit falschen Daten ist keine erfolgreiche Übung.

Verwenden Sie für echte Abläufe ausschließlich die betrieblichen Vorgaben, etwa zur Identitätsprüfung, Zahlungsabwicklung oder Weitergabe von Zimmerinformationen. Ein Englischlehrbuch entscheidet nicht, welche Daten Sie verlangen oder nennen dürfen. Auch im Unterricht brauchen Sie keine echten Gästelisten: Eine vollständig erfundene Reservierung reicht für die sprachliche Aufgabe aus.

GesprächsschrittÜbungssatzWas danach klar sein muss
PrüfenLet me check the reservation details.Welche Information gerade geprüft wird
NachfragenCould you confirm your departure date?Die benötigte konkrete Angabe
KorrigierenThank you. I have corrected the date.Welche Version jetzt gilt
WeiterleitenI will ask my colleague to help with that.Wer den nächsten Schritt übernimmt

Auskünfte geben, ohne unbekannte Details zu erfinden

Viele Gästefragen wirken einfach, enthalten aber eine veränderliche Information: Frühstückszeit, Gepäckaufbewahrung, spätere Abreise oder eine zusätzliche Leistung. Üben Sie mit einer aktuellen, vom Betrieb freigegebenen Informationsliste. Wenn die Antwort dort fehlt, ist „I’ll check that for you“ ein sinnvoller Beginn, solange Sie den angekündigten Prüfschritt tatsächlich einleiten.

Trennen Sie Verfügbarkeit, Preis und Erlaubnis. Eine Leistung kann grundsätzlich angeboten werden, heute aber nicht verfügbar sein. Ein Wunsch kann einen Aufpreis oder eine Freigabe benötigen. In einer Übung fragen Sie deshalb: „Would you like me to check whether that is available?“ Erst nach einer bestätigten Information beschreiben Sie eine konkrete Option. Versprechen Sie nicht schon beim ersten Wunsch eine kostenlose Lösung.

Bei Wegbeschreibungen beginnen Sie mit einem eindeutig erkennbaren Ausgangspunkt. Erklären Sie wenige Schritte und fragen Sie, ob eine Karte hilfreich wäre. Für Verkehrsmittel oder Öffnungszeiten außerhalb des Hauses verwenden Sie aktuelle offizielle Informationen. Eine flüssige englische Erklärung bleibt unbrauchbar, wenn sie auf einer veralteten Verbindung oder einem erfundenen Eingang beruht.

Beschwerden: Anliegen verstehen und Zuständigkeit erklären

Eine Sprachübung zur Beschwerde beginnt mit Zuhören. Der Gast soll ein Problem vollständig beschreiben dürfen. Fassen Sie danach sachlich zusammen: „You requested a quiet room, and you can hear noise from the corridor. Have I understood correctly?“ Der Satz ist ein erfundenes Beispiel. Er bestätigt das Anliegen, ohne schon Ursache, Entschädigung oder Lösung festzulegen.

Üben Sie eine konkrete Anschlussfrage, die für den nächsten betrieblich vorgesehenen Schritt gebraucht wird. Vermeiden Sie unnötige Diskussionen darüber, ob das Problem wirklich störend sein dürfte. Wenn Sie eine Entscheidung nicht treffen dürfen, benennen Sie die zuständige Person: „I need to check the available options with my supervisor.“ Das ist verständlicher als eine vage Zusage, dass alles sofort geregelt werde.

Schließen Sie den Austausch mit dem tatsächlich vereinbarten nächsten Schritt. Wenn noch keine verlässliche Wartezeit bekannt ist, erfinden Sie keine Minutenangabe. In der Unterrichtsprobe kann die Lehrkraft eine unerwartete Nachfrage einbauen: „Will I have to move my luggage now?“ Antworten Sie nur auf Grundlage der Übungsinformationen und holen Sie fehlende Details ein.

Ein eigenes Rollenspiel: Die zusätzliche Nacht

Person A erhält eine erfundene Gästekarte: Sie möchte den Aufenthalt um eine Nacht verlängern, weiß aber noch nicht, ob ihre Reisebegleitung mitbleibt. Person B erhält eine Empfangskarte: Eine Verlängerung muss auf Verfügbarkeit und Preis geprüft werden; eine Zusage ist noch nicht möglich. Die Aufgabe ist, den Wunsch genau zu erfassen und einen korrekten nächsten Schritt zu vereinbaren.

Der Empfang könnte fragen: „Would the extra night be for one guest or two?“ Der Gast antwortet zunächst unvollständig. Nun muss Person B nachfragen, statt die fehlende Angabe selbst einzusetzen. Anschließend erklärt sie, welche Informationen noch geprüft werden. Der Dialog ist erfolgreich, wenn beide wissen, was angefragt wurde und was weiterhin offen ist.

In Runde zwei ändern Sie eine einzige Bedingung: Der Gast möchte zusätzlich später abreisen. Das ist eine weitere Anfrage und darf nicht stillschweigend als Teil der Verlängerung behandelt werden. In Runde drei übernimmt ein Kollege. Person B fasst die beiden Wünsche und ihren Status in drei Sätzen zusammen, ohne eine bestätigte Buchung zu behaupten.

Nach jeder Runde prüfen Sie getrennt Inhalt und Sprache. Wurde die Zahl der Personen geklärt? Wurde die Zusatznacht von der späteren Abreise unterschieden? War die Zuständigkeit verständlich? Erst danach korrigieren Sie einzelne Formulierungen. So entsteht eine Übung, die tatsächliche Informationsarbeit verlangt und nicht nur freundliche Sätze reproduziert.

Im Service freundlich bleiben und Grenzen erkennen

Auch im Frühstücks- oder Veranstaltungsservice sollten Sie Wünsche zunächst genau verstehen. Eine Frage wie „Would you like another glass or a refill?“ kann zwei ähnliche Anliegen unterscheiden. Üben Sie Gegenstände und Handlungen zusammen, damit aus einer Vokabelliste ein verwendbarer Satz wird. Lassen Sie sich betriebliche Bezeichnungen erklären, bevor Sie sie Gästen gegenüber einsetzen.

Bei Allergien, Unverträglichkeiten oder anderen sicherheitsrelevanten Fragen dürfen Sie keine Vermutung als Zusicherung ausgeben. Üben Sie die sprachliche Weiterleitung: „I will check this with the responsible colleague.“ Inhaltliche Auskünfte richten sich nach der betrieblichen Schulung und verlässlichen Produktinformationen. Eine Englischübung vermittelt keine fachliche Freigabe für solche Aussagen.

Die Hotelübungen von British Council LearnEnglish können beim Aufbau von Grundwortschatz helfen. Ergänzen Sie die Wörter durch eigene kurze Dialoge aus Ihrem aktuellen Einsatzbereich. Beschränken Sie sich auf Begriffe, die Sie tatsächlich brauchen, und prüfen Sie bei Fachfragen die vom Betrieb verwendete Terminologie.

Vier Wochen zwischen Betrieb und Berufsschule

In Woche eins sammeln Sie mit Ihrer ausbildenden Person zehn nützliche Ausdrücke aus dem aktuellen Bereich und üben zwei davon pro kurzer Einheit. In Woche zwei folgen Rückfragen zu Zahlen, Namen und Daten. Wechseln Sie Sprecherrollen, damit Sie sowohl die Frage formulieren als auch unterschiedliche Antworten verstehen.

In Woche drei üben Sie das Rollenspiel zur zusätzlichen Nacht und eine passende Aufgabe aus Ihrem Betrieb. Verwenden Sie ausschließlich erfundene Daten. In Woche vier wiederholen Sie einen früheren Dialog mit einer überraschenden Änderung und erstellen eine kurze mündliche Übergabe. Vergleichen Sie, welche Informationen Ihr Übungspartner diesmal korrekt verstanden hat.

Planen Sie mit dem tatsächlichen Dienstplan. Zwei kurze verlässliche Termine können praktikabler sein als eine lange Einheit nach einer anstrengenden Schicht. Halten Sie pro Woche nur einen Schwerpunkt fest. Wenn eine bestimmte Frage im Arbeitsalltag wiederholt schwierig ist, bringen Sie genau diese Frage in den Unterricht oder das Gespräch mit Ihrer ausbildenden Person.

Woran Sie passende zusätzliche Unterstützung erkennen

Ein geeigneter Kurs sollte den Unterschied zwischen Sprachtraining und betrieblichen Entscheidungen respektieren. Fragen Sie, ob mit wechselnden Rollen, Rückfragen und Übergaben gearbeitet wird. Eine Lehrkraft sollte erklären können, wie sie Verständlichkeit, Höflichkeit und sachliche Vollständigkeit beurteilt. Reines Nachsprechen einer Musterreservierung reicht für unvorhergesehene Gästewünsche nicht aus.

Bringen Sie eine anonymisierte Beschreibung Ihres Lernziels mit, beispielsweise „Ich möchte eine noch unbestätigte Anfrage sauber weitergeben“. Fragen Sie nach einem Übungsablauf und nach Feedback für einen zweiten Versuch. Prüfen Sie außerdem, ob feste Unterrichtszeiten mit Ihren Schichten vereinbar sind und welche Regeln bei Terminänderungen gelten.

Flalingo veröffentlicht diesen Leitfaden und bietet Englischlernen an. Eine Bedarfsermittlung kann helfen, das Lernziel einzugrenzen; sie ersetzt keine Berufsschulprüfung oder betriebliche Unterweisung. Nutzen Sie zusätzliche Lernangebote dort, wo sie eine konkrete kommunikative Lücke schließen, und stimmen Sie fachliche Formulierungen weiterhin mit Ihrem Ausbildungsbetrieb ab.

Häufige Fragen

Brauche ich für die Ausbildung einen bestimmten Englischtest?

Prüfen Sie die Anforderungen Ihres konkreten Ausbildungsgangs und Betriebs bei den zuständigen Stellen. Dieser Leitfaden setzt keinen allgemeinen Englischtest voraus und macht keine Aussage über individuelle Zulassung oder Prüfungspflichten.

Wie übe ich, wenn ich am Empfang noch nicht eingesetzt werde?

Arbeiten Sie mit erfundenen Gästekarten und klar begrenzten Aufgaben. Beginnen Sie mit Zuhören, Rückfragen und einer kurzen Zusammenfassung. Die tatsächliche Übernahme betrieblicher Aufgaben richtet sich weiterhin nach Ihrem Ausbildungsplan.

Was sage ich, wenn ich einen Gast nicht verstehe?

Benennen Sie die fehlende Information: „Could you repeat the date, please?“ Bei weiterhin unklaren wichtigen Angaben holen Sie die vorgesehene Unterstützung. Eine höfliche Rückfrage ist hilfreicher als eine geratene Antwort.

Kann ich echte Buchungen als Unterrichtsmaterial verwenden?

Für private Sprachübungen reichen vollständig erfundene Fälle. Übernehmen Sie keine Gästedaten in eigene Aufnahmen, Lernapps oder öffentliche Werkzeuge. Betriebliche Schulungen müssen den dort geltenden Datenschutzregeln folgen.

Quellen und Überprüfung

  1. BIBB: Umsetzungshilfe HotelberufeGeprüft:
  2. Bergische IHK: Arbeitsbereiche HotelfachleuteGeprüft:
  3. British Council LearnEnglish: HotelsGeprüft:

Flalingo veröffentlicht diese Ratgeber und bietet kostenpflichtigen Englischunterricht an. Quellen belegen die Fakten; Empfehlungen folgen den im jeweiligen Ratgeber erläuterten Kriterien.